Die Einweihung
Was ist eine „Einweihung”?
Vor diesem Wort schrecken viele Leute zurück, es hat so etwas religiöses, sektenhaftiges an sich - zu meinem großen Leidwesen! Dabei ist auch dieser Vorgang fast eine geistig/handwerkliche Tätigkeit und hat mit Religion oder Geheimsekte absolut nichts gemein. Vielmehr werden die Reiki-Seminare auch "Einweihung" genannt, weil man dabei auf eine ganz bestimmte Energie (die Reiki-Energie!) abgestimmt und in deren Gebrauch eingeweiht wird.
Wer „weiht” den Schüler ein?
Diese Seminare kann nur eine Reiki-Lehrerin oder ein Reiki-Lehrer durchführen, der selbst wiederum von einem Lehrer in der Vermittlung dieser Fertigkeit unterwiesen wurde. Ich selbst praktiziere die klassische Methode und habe entsprechend die 'Ahnenreihe', die diese solide Ausbildung gewährleistet.
In welchem Rahmen wird der Schüler „eingeweiht”?
Man kann nun die Einweihung in Gruppen über mehrere Tage verteilt (meist an einem Wochenende, beginnend Freitag nachmittags oder Samstag morgens) vornehmen oder, in einem Einzelseminar nur mit einer Person, dafür aber nur an einem Tag, da hier eine intensive, persönliche Schulung stattfinden kann.
Ich persönlich bevorzuge letzteres, weil ich mich dann nur einer Person ausschließlich nach deren Bedürfnissen und Wünschen, auch hinsichtlich der Termine widmen kann und weil ich es für sehr wichtig halte, dass die Intimität der Person gewahrt bleibt. Nach jeder Einweihung beginnt nämlich eine 3-wöchige Reinigungszeit, in der sich die Person auf die neue Energie (oder auf den Energiezuwachs in den weiteren Stufen) einstellen muss. In dieser Zeit kann es geschehen, dass alte Krankheiten plötzlich wieder auftauchen oder auch "alte Wunden" seelischer Art, die geheilt werden wollen. Manchmal beginnt diese Reinigungszeit aber auch schon bei der Einweihung selbst oder auch kurz davor, wenn man sich intensiv darauf vorbereitet hatte. Dann ist es auf jeden Fall besser, wenn man sofort über die alten Verletzungen spricht, die bei dieser Gelegenheit wieder auftauchen. Dies kann schon ein erster Schritt zur Heilung sein, der aber nur in der Intimität der Lehrer/Schülerbeziehung in der erforderlichen Vertraulichkeit erfolgen kann. Große Gruppen sind zwar für den Lehrer ökonomisch viel reizvoller als ein Einzelseminar, er kann einen geringeres Honorar veranschlagen und verdient trotzdem deutlich mehr, aber hier sollte der finanzielle Aspekt gegenüber der intensiven und persönlichen Betreuung zurückstehen!
Wie lange dauert eine „Einweihung”?
Durch die von mir praktizierte Einzeleinweihung mit der individuellen Betreuung kann ich mich natürlich sehr intensiv um den Schüler bemühen und ihm persönlich das Wissen in der optimalen Form vermitteln. Daher kann ein solches Individualseminar in einem Tag durchgeführt werden, zumal ich mich auf eine solide Ausbildung konzentriere und auf Schnickschnack, der zwar beeindruckend wirkt, aber überflüssig ist, verzichte!
Wie sieht nun so eine „Einweihung” aus?
Im 1. Grad erfolgen die eigentlichen Einweihungen. Hier wird der Energiekanal gereinigt und stabilisiert. Reiki kann nun das ganze Leben lang fließen, so dass man sich selbst und anderen, auch Pflanzen und Tieren die Hände auflegen und Reiki geben kann. Für Reiki gilt: Je mehr, desto besser! Der Kanal kann zwar nie mehr verstopfen, aber je häufiger man ihn "benutzt", desto mehr Energie kann durchfließen.
Neben dem Basiswissen vermittle ich dem Schüler auch das erforderliche Hintergrundswissen über die Eigenschaften und Anwendung von Reiki, das ihn in die Lage versetzt, Reiki anzuwenden und, hoffentlich, zu verstehen. Die Handpositionen für eine Eigenbehandlung, eine Partnerkurzbehandlung im Sitzen und eine ausführliche Partnerbehandlung im Liegen werden eingeübt.
Wir sprechen über die Usui-Legende und das, was wir dank der akribischen Arbeit von Frank A. Petter, William Lee Rand u.a. tatsächlich und nachweislich wissen, und intensiv über die Lebensregeln von Dr. Mikao Usui.
Wichtig ist auch der Hinweis, wo überall Reiki helfen kann, wobei ich jedem Schüler rate, mit Reiki sehr kreativ und spielerisch umzugehen.
Außer Büchern empfehle ich auch Meditations- und Körperübungen wie die Fünf Tibeter; da Dr. Usui selbst dies seinen Schülern ans Herz legte, wie man dies nach der Entdeckung seines Grabsteins und der Übersetzung der Inschrift weiß.
Selbstverständlich bekommt jeder Schüler bei jedem Seminar eine eigene Seminar-Mappe, in der die wichtigsten Punkte der Einweihung festgehalten sind.
Da man mit dem 2. Grad Reiki sehr vielseitig verwenden kann und der Energiefluss um ein vielfaches gesteigert wird, wollen sich die meisten Reiki-Schüler nach einer gewissen Zeit auch in diesen Grad einweihen lassen.
Der zeitliche Abstand der Einweihung in den 2. Grad zu der des 1. Grades ist unbedingt erforderlich, da, vor allem nach dem 1. Grad, eine innere Reinigung und ein Entwicklungsprozess einsetzt, der erst abgeschlossen sein muss, bevor man an den 2. Grad herantritt. Deshalb halte ich die Wochenendseminare, bei denen man beide Grade innerhalb von 2 Tagen erwerben kann, für absolut unverantwortlich dem Reiki-Schüler gegenüber und eine reine Geldschneiderei. Nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch in den USA gibt es solche Gruppierungen, die sogar alle 3 Grade, also auch den Meister, an 2 ½ Tagen 'vermitteln'. Jeder, der Reiki auch nur etwas kennt, weiß, dass eine solche Veranstaltung im besten Fall absolut nutzlos für den Schüler ist, wenn der Vermittelnde aber wirklich die Lehrerqualifikation hat, kann es sogar sehr schädlich sein, da der Reinigungs- und Anpassungsprozess ausgeschaltet ist.
Als Freie Reiki-Meisterin kann ich den 3. oder Meistergrad auch ohne den Lehrer-Grad, den 4. Grad, weitergeben. Nicht jeder Mensch fühlt sich dazu berufen, Reiki an andere als Lehrer zu vermitteln; jeder Mensch aber, der dies möchte, sollte in der Lage sein, mit dem Meistersymbol, das im 3. Grad vermittelt wird, zu arbeiten, besonders zu meditieren.
Diese Schüler mache ich ganz besonders darauf aufmerksam, dass die Meister-Einweihung nur der erste Schritt zur Meisterschaft im eigenen Leben ist, dass das Symbol und Reiki uns aber auf wunderbare Weise dabei helfen können ein Leben zu führen, das uns und unserer näheren und weiteren Umgebung gut tut.
Wer bei mir Reiki-Lehrer werden möchte, wird von mir sorgfältig überprüft. Ich denke, die Lehrerausbildung sollte keine Frage des Geldes sein und auch nicht ad hoc vor sich gehen. Ich habe aus meinen eigenen und fremden Fehlern gelernt und bin nicht bereit, hier kommerzielle Maßstäbe anzulegen. Dafür ist die Verantwortung, die ich für einen neuen Lehrer übernehme, zu hoch und auch die Verantwortung, die dieser Lehrer wieder seinen Schülern gegenüber übernimmt!
Von einem Meister/Lehrer-Schüler erwarte ich,
- dass er das lebt, was er anderen vermitteln will
- die Bereitschaft, ständig dazu zu lernen (auch nach seiner Ausbildung) und nicht nur von mir
- die Bereitschaft, mir bei der Vermittlung von allen Reiki-Graden an andere Schüler und bei Reiki-Treffen zu hospitieren
- die Bereitschaft, sich mit Hintergründen zu beschäftigen
- Geduld – diese Ausbildung und Hospitanz kann über 6 Monate dauern!
Wer auf die schnelle Art Lehrer werden will, also wahrscheinlich nur des Geldes wegen Reiki lehren möchte, findet genug andere Meister/Lehrer. Ich selbst stehe aber hierfür nicht zur Verfügung!
Meinen obigen Ausführungen können Sie entnehmen, dass für mich Reiki keine kommerzielle Sache ist, dafür ist mir diese wunderbare Energie viel zu wertvoll. Sie ist aber auch kein Götze, der angebetet werden will, nein, sie ist etwas ganz Natürliches, das ich auch gerne mit Ihnen teilen möchte! |